KynoLogisch Science Series

 

Mit Hilfe meiner großartigen KynoLogisch-Kolleginnen durfte ich ein wirklich cooles Projekt umsetzen, das mir sehr am Herzen liegt: die KynoLogisch Science Series.
Im Rahmen dieser Webinar-Reihe haben wir drei Wissenschaftlerinnen eingeladen, die absolute Expertinnen auf ihrem Forschungsgebiet sind und ihr Wissen mit Euch teilen werden. Außerdem werde ich den aktuellen Forschungsstand zu spezifischen Themen vortragen, die ich besonders spannend finde.
Und Ihr könnt dabei einfach ganz gemütlich vom heimischen Sofa aus zuhören.

 

Dr. Marie Nitzschner – Wieviel Wolf steckt im Hund? Was wir von wildlebenden Hunden lernen können

13. Juni 2018 @ 19:00 – 21:00

Von Rudelführertheorien über Rohfleischfütterung bis hin zum Nackengriff: Theorien über Hunde werden oft genug mit dem Verhalten ihrer wölfischen Urahnen begründet. Genetisch gesehen stimmen Wolf und Hund tatsächlich zu 99% überein. Doch sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch im Verhalten gibt es deutliche Unterschiede. Die Verhaltensbiologin Dr. Marie Nitzschner vergleicht in diesem Webinar das Sozialverhalten sowie den Umgang mit Konkurrenten, das Fortpflanzungssystem, die Nahrungsbeschaffung und – zusammensetzung und die kognitiven Fähigkeiten. Darauf aufbauend zeigt sie, wie viel von diesem wölfischen Erbe noch in unserem Haushund vorhanden ist und was das für unser Zusammenleben mit ihnen bedeutet.

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Dr. Stefanie Riemer – Emotionen bei Hunden

11. Juli 2018 @ 19:00 – 21:00

Für die meisten Hundebesitzer selbstverständlich, doch in der Wissenschaft lange umstritten: Emotionen bei Tieren. In den letzten Jahren hat sich die Wissenschaft in diesem Bereich jedoch rasant weiter entwickelt, unter anderem durch die Pionierarbeit des Neurobiologen Prof. Jaak Panksepp. Auch im Hundetraining wird immer mehr auf das emotionale Wesen Hund eingegangen.

Doch welche Emotionen gibt es überhaupt, und wie unterscheiden sich die Begriffe Emotion und Gefühl? Das Webinar gibt einen Überblick über verschiedene Emotionsmodelle. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den sieben Basis-Emotionen nach Jaak Panksepp und deren Relevanz im praktischen Umgang mit dem Hund, etwa in Bezug auf Motivation, Angstverhalten, Aggression, Jagdverhalten und Spiel.

Abschließend werden einige aktuelle Studien zu Sekundäremotionen, z.B. Empathie und Schuldgefühle, kurz angesprochen, sowie die emotionalen Bedürfnisse von Hunden diskutiert.

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Dr. Marie Nitzschner – Kann jeder Hund Gelassenheit lernen? Was die Wissenschaft über Temperament und Impulskontrolle bei Hunden weiß

08. August 2018 @ 19:00 – 21:00

Der Nachbarskatze nicht hinterherjagen, vernünftig an der Leine gehen, geduldig auf das Futter warten, sich nicht zu sehr aufregen, obwohl es grad geklingelt hat. Zu all diesen Dingen benötigt ein Hund Impulskontrolle. Der Grad der Impulskontrolle eines Hundes trägt maßgeblich zum Trainingserfolg bei. Beeinflusst wird die Fähigkeit zur Impulskontrolle unter anderem durch die Reaktivität. Reaktivität und die Fähigkeit zur Selbstregulierung bestimmen das Temperament.

Frustrationstoleranz, Selbstbeherrschung, Konzentrationsfähigkeit, Emotionsregulation– all diese Begriffe lassen sich diesem Themengebiet zuordnen. Die Ausprägung der verschiedenen Formen wird im unterschiedlichen Maß von genetischen und ontogenetischen Faktoren beeinflusst. Aber welche Rolle spielen diese Faktoren genau? Kann sich die Impulskontrolle meines Hundes aufbrauchen? Wie kann ich die Impulskontrolle meines Hundes beeinflussen? Kann ich sie trainieren und wenn ja, wie und bis zu welchem Punkt?

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Dr. Claudia Fugazza – Social learning in dogs and Do as I Do studies (Engl.)

11. September 2018 @ 19:00 – 21:00

Imitation has always been challenging to study from a methodological perspective. In recent years, the Do as I Do method provided robust evidence of imitation in dogs. Dogs trained with this method learn to match their behaviour to actions demonstrated by a human model upon request. This way it is possible to investigate, not only on imitative abilities per se, but also on how the observer represents the model’s actions and whether and how it remembers it.

During this talk I will present studies carried out using the Do as I Do method, because they allowed us to investigate on topics about dog cognition that were elusive with other methods. I will also present studies that show that social learning skills and social referencing develop early in dogs, as 8-week-old dog puppies already show evidence of such cognitive abilities. From an applied perspective, this suggests that it might be beneficial to integrate social-learning-based methods not only in the training of adult dogs, but also for puppies.

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Dr. Marie Nitzschner – Bällchen, Würstchen, nette Worte? Was Hunde als Belohnung empfinden und wie man sie wirklich motiviert

17. Oktober 2018 @ 19:00 – 21:00

Die Motivation des Hundes ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Hundetraining. Aber wie lässt sich ein Hund am besten motivieren? Was zur Hölle ist ein Korrumpierungseffekt und was intrinsische Motivation? Funktioniert Futter besser als soziale Belohnungen? Welche Formen der Belohnung gibt es überhaupt? Muss man nach jedem Click belohnen? Und ist die Arbeit mit dem Clicker effektiver als andere Trainingsmethoden?

In diesem Webinar erklärt Dr. Marie Nitzschner, wie Motivation entsteht, welche Rolle Dopamin dabei spielt und wie man Motivation durch richtige Belohnung optimal für das Training und Zusammenleben nutzen kann.

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Dr. Juliane Kaminski – Codeknacker Hund: Können Hunde Menschen lesen?

14. November 2018 @ 19:00 – 21:00

Können Hunde die Mimik einer völlig anderen Spezies deuten? Ist Mimik lesen dasselbe wie Emotionen verstehen? Und ist der sprichwörtliche Dackelblick eine so mächtige Waffe, dass er denen, die ihn beherrschen, einen evolutionären Vorteil verschafft?

Wie Hunde menschliche Mimik lesen und wie sie selbst Gesichtsausdrücke in der Kommunikation einsetzen, das hat Juliane Kaminski untersucht. Sie ist eine der führenden Kognitionsforscherinnen und Spezialistin auf dem Gebiet der Hund-Mensch-Kommunikation. Kaminski und ihr Team waren unter den ersten, die das Facial Action Coding System (FACS) an Hunden angewendet haben. Dieses Kodierungsverfahren für Gesichtsausdrücke wurde bis dato ausschließlich zur Analyse menschlicher Mimik genutzt. In diesem Webinar gibt sie Einblicke in die Arbeit mit dem Hunde-FACS und zeigt, welche neuen Erkenntnisse die Anwendung gebracht hat.

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